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Der FC Bayern ist Deutscher Meister. Als Münchner freut mich das.
Da ich aber kein echter Fußballfan bin, sehe ich das emotionsloser als zum Beispiel FCB-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge, dem sein Amt anscheinend die Sicht auf die Welt außerhalb des Fußballs verstellt. 
Beim Empfang im Münchner Rathaus anlässlicher des Meisterschaftsgewinns inszenierte er einen Eklat. Grund: die Stadt würdige ihren wichtigsten Werbeträger nicht richtig. Der Affront nahm rasch virales Tempo auf und ging, anders als Rummenigge erwartete, auf Kosten des FC Bayern nach hinten los.


Da der Münchner Oberbürgermeister wegen seines Urlaubes auf Mykonos der Feier fernblieb, die Herren des FCB mit dem Ersatzspieler (dem Grünen-Bürgermeister) vorlieb nehmen mussten, hagelte es schwere Vorwürfe, dass der OB, aber auch die Stadtspitze, scheinbar nicht wisse, was sie an Münchens wichtigsten Werbeträger hätten. Rummenigge spielte Schiedsrichter, zeigte der Stadt die Rote Karte und zog nach seiner Rede (angeblich nach vorbereitetem Manuskript) mit seinen Getreuen demonstrativ aus dem Rathaus.


Allerdings hatte er sich anschließend einen anderen Spielverlauf vorgestellt und den OB unterschätzt, der nicht nur auf seine Qualitäten als Kabarettist  zurückgriff, sondern auch noch den Rechenschieber bediente.


Nun steht Rummenigge nicht nur als Autist da, der scheinbar außerhalb seiner FC-Bayern-Welt wenig wahrnimmt, sondern auch noch als schlechter Rechner. Nicht nur hohe Steuerbeträge (200 Millionen Euro) für die Allianz-Arena hätten die Stadt und ihre Bürger sowie der Freistaat aufgebracht, sondern müssten auch noch Einnahme-Verluste beim Olympia-Stadion verkraften, dem früheren Spielort der Bayern. Hinzu käme auch noch, dass der Treiber der neuen Arena, Bayern-Präsident Franz Beckenbauer, bei wichtigen Gremiensitzungen der Stadt fehle, wofür, Ude süffisant, man jedes Verständnis habe.


Natürlich war dieser Kommunikationsgau, der sich viral verbreitete ein gefundenes Fresse für die Presse, die zwei Tage später aus diversen verlässlichen Quellen Münchner Marken-Schwergewichte mit dem FCB verglich.

Da führte BMW mit 18 Milliarden Markenwert und 56 Milliarden Umsatz, Siemens bringt es trotz Schmiergeldskandal auf 10 Milliarden und 72 Milliarden Umsatz, das Oktoberfest macht zwar nur eine Milliarde Umsatz, bringt es aber auf einen Markenwert von 6 Milliarden. Und irgendwann kommt dann auch der FCB: 226 Millionen Umsatz bei 727 Millionen Markenwert.
Aber vielleicht ist der wegen Rummenigges Eklat auch schon wieder etwas gesunken.

Tag(s) : #Kritik – Viral Trash

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