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Gestern Abend feierte Mini im größten Haus des Münchner Mathäser-Kino die Premiere der interaktiven Werbung für den neuen Mini Clubman vor der Preview zu "Indiana Jones – Das Königreich des Kristallschädels".
Nur soviel vorab: es hat Spaß gemacht und der gesellschaftliche Charakter der Begegnungsstätte Kino wurde prefekt in die Aktion integriert.


Nachdem etliche Spots zum Mini über die Leinwand gejagt worden waren, wurde der Start für den interaktiven Kinospot frei gegeben.
Das Ganze erinnert an ein Gesellschaftsspiel mit Schunkel-Laune aus Karneval oder Oktoberfest.
Um den Mini auf der Leinwand kollektiv zu lenken und Punkte zu sammeln, mussten sich die über 800 Gäste nach links oder rechts lehnen, damit das Fahrzeug seine Richtung ändert.
Eine Infrarotkamera erfasste die Bewegungen der Zuschauer. Innerhalb von Sekundenbruchteilen wurden diese ausgewertet und auf die Lenkung des virtuellen Mini auf die Leinwand übertragen. Möglich macht dies auch die Digital-Projektion, die bereits mehr und mehr Kinos für die Werbung einsetzen.

Bevor die Jagd nach Punkten losging, bat der Moderator zunächst um Links- und Rechtsbewegungen, um die Erfassungsgeräte zu kalibrieren. Danach wurde der Mini auf die hindernisreiche Stecke gejagt, auf der in unregelmäßigen Abständen links, rechts oder auch geradeaus Punkte zu holen waren. Interessant war, dass sich beim zweiten Durchgang, hier mussten sich die Zuschauer bei ihrem Nachbar einhängen, auch nur die gleiche Punktezahl (360) wie beim ersten erreicht wurde.

Die interaktive Werbung hat Spaß gemacht und dürfte für Mundpropaganda sorgen, bei der auch das Wort Mini Clubman fällt. Wobei nach dieser Premiere freilich auch das Für und Wider und der Spaßfaktor der erlebten Aktion hohen Anteil in der Kommunikation einnehmen wird.

Dass nun die interaktive Kinowerbung dieser Art die klassische Kinowerbung ablöst, ist nicht zu erwarten. Zumal sie in ihrer Herstellung und Durchführung einen hohen Aufwand erfordert. Dennoch stellt sie eine interessante Form für Aktionen innerhalb des Marketing-Mixes dar. Für kollektiven Impact und Sympathie für das Produkt ist gesorgt, schließlich will man, hier mit dem Mini, einen hohen Punktestand erreichen.
Natürlich gab es auch nach Ende der Vorstellung einen Preis: Einen Schlüsselanhänger, der daran erinnert, dass jetzt nur noch der Schlüssel zum abgebildete Mini Clubman fehlt.

Interessant ist bei solchen Publikumsaktionen freilich auch die Einbeziehung des Kinos als soziale Begegnungsstätte. Frei nach dem Spruch: Das kollektive Erlebnis ist mehr als die Summe der Zuschauer im Saal, profitiert die Werbung von dem besonderen Impact, aber auch das Kino durch die Einlösung eines sozialen Erlebnisses, das für hohen, emotionalen Erinnerungswert sorgt.
Tag(s) : #Viral Clash

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