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Der Fortschritt hat seine Tücken. Alte, verlässliche Kommunikations-Werkzeuge wollen in neuen Welten nicht mehr funktionieren oder können gar scheitern.

Gerade eben wurde mir per E-Mail ein PDF-Newsletter zugesandt. Ich kenne und schätze das Unternehmen, dennoch habe ich die E-Mail nur kurz überflogen und gelöscht ohne das PDF zu öffnen.

  • Was sind die Gründe dafür?
    • Aus der E-Mail ging nicht konkret hervor mit welchen Themen sich der Newsletter beschäftigt.
    • Ich hatte ich einfach keine Lust durch ein PDF zu scrollen, um zu erfahren, ob mich das eine oder andere Thema interessiert
    • Ich erwarte keine Nachrichten-Sammlung per Mail oder Online, durch die ich mich durcharbeiten muss.
    • PDFs lassen sich oft nicht weiter verarbeiten

  • Hingegen erwarte ich,
    • dass online jemand schnell auf den Punkt kommt
    • dass man sofort erkennt, ob die Nachricht nützlich ist
    • ich bei kurzen Infos keine Dateien öffnen muss

Formatierte, gestaltete Newsletter sind etwas für den Schreibtisch, für den Postversand. Ähnliches gilt auch für E-Paper. Positives über die Akzeptanz ist kaum zu hören.

  • Die allumfassende Lösungen/Ersatz für Newsletter kann ich leider auch nicht bieten. Ein PDF anzuhängen kann es nicht sein.
    • Ich kann nur empfehlen entweder die Infos sehr genau auf die Zielgruppe abzustimmen und sie einzeln direkt in die Mails zu posten und evtl. noch als Doku beizufügen, damit das der Empfänger archivieren oder formatiert ausdrucken kann
    • Oder aber in einer Mail Themen kurz anzureißen und mit den entsprechenden Artikeln zu verlinken. So kann der Empfänger sofort entscheiden, was ihn interessiert und sich die Infos abholen
    • Der sinnvollste Weg wäre jedoch die Empfängergruppe auf RSS oder wenn möglich auch Twitter einzuschwören, was die Sicherheit erhöhlt, dass die Info eingeht – und generell die Bereitschaft steigert Infos zu lesen

Wie schon oben gesagt, ein Patentrezept gibt es nicht. Doch jede gewohnte Aktion, den man aus der Offline-Welt in die neue Online-Welt übernehmen will, muss man zunächst auf Tauglichkeit prüfen – und natürlich sich die Mühe machen, ob es nicht neue Werkzeuge gibt, die den alten, stumpfen überlegen sind oder sie ersetzen.
 
Tag(s) : #Out of Sync

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