Ist der Ruf erst ruiniert, frag bei Mehdorn

Veröffentlicht auf von Roland Keller

Von der Deutschen Bahn kann man viel lernen.
Etwa, wie man sich an Kritik und negativer Mundpropaganda nicht stört.
Preise erhöht, auch wenn die Leistung oft, zu oft, nicht stimmt.
Und natürlich, wie man sich in keiner Weise an dem Ärger und der Kritik seiner Kunden stört, die übrigens auch noch zu den lästigen Eigentümern gehören.

Jeder andere Eigentümer hätte dieses Management schon davon gejagt. Doch wir, die Eigentümer können nicht. Dazwischen hängen Politiker, die uns durch ihr Versagen ratlos machen, dem Management auch noch helfen, dass uns für wenig Leistung noch tiefer in die Tasche gegriffen wird. Sich nicht zu Wort melden, wenn Preiserhöhungen mit dreisten Lügen (steigende Energiekosten) begründet werden.
Es scheint, dass Kritik das Bahn-Management sogar noch weiter anstachelt Leistungen einzuschränken.


Gerade habe ich im neuen Fahrplan entdeckt, dass die Verbindung zwischen den Metropolen Mailand und München von guten 7 auf 9 Stunden Fahrzeit ausgedehnt wurde (über eine Stunde Wartezeit beim Umsteigen), von München nach Mailand bleibt es bei über 7 Stunden – auch wegen des Lokwechsels am Brenner (es gibt angeblich längst Güterzugloks mit umschaltbaren Spannungssystemen, die durchfahren können).

Gut, wird einer sagen, da fliegt man doch besser. Nunja, von Haus zu Haus bin ich da auch meist über 6 Stunden unterwegs, dafür hat man in der Bahn Ruhe. Außerdem ist es per Flieger nicht immer einfach spontan weg zu kommen. Hinzukommen die Streiks an den Flughäfen ...
Früher konnte man den Schlafwagen nehmen. Zuletzt fuhr der über Stuttgart und Karlsruhe, was kein Problem war. Nun fährt er überhaupt nicht mehr direkt nach Mailand, hat auch keinen Kurswagen. Allerdings kann man morgens gegen 4.30 in Bologna aussteigen, einen Espresse trinken, falls es schon einen im Bahnhof gibt, und gegen 5 Uhr weiter nach Mailand fahren.
Nur ein Beispiel, wie Bahnmanager Service verstehen.

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